Wanderstöcke als Stativsbeine

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich Novoflex Ambassador und das bedeutet, dass ich von Zeit zu Zeit neue Produkte testen darf. Heute möchte ich euch gerne ein neue Version von den Wanderstöcke von Novoflex euch näher bringen.

Oft bin ich auf langen Wanderungen und da man nicht jünger wird, schaue ich immer wie mehr auf das Gewicht meines Rucksacks. Das Stativ ist für mich jedoch ein extrem wichtiges Werkzeug und fehlt nur sehr selten auf den Wanderungen. Ich habe mich jedoch immer gefragt, gibt es nicht eine Möglichkeit dieses Gewicht zu reduzieren?

Novoflex hat eine Möglichkeit gefunden, die Wanderstöcke als Stativbeine zu verwenden. Der grosse Vorteil ist, dass man nur noch ein normales Stativbein und den Stativkopf mitnehmen muss, die anderen zwei Beine für das Stativ werden dann mit den Wanderstöcke ersetzt.

Die Stabilität von diesem Stativ hat mich extrem beeindruckt. Obwohl man zwei Wanderstöcke verwendet ist das Stativ immer noch sehr stabil und man kann ohne Probleme Langzeitbelichtungen fotografieren. Zudem ist es schnell aufgestellt und es sind nur wenige Handgriffe notwendig um das Stativ zusammen zu bauen. Als erstes zieht man den Griff weg und dann hat man ein Gewinde, wo der Stock direkt am Stativ eingeschraubt werden kann. Der Wanderstock ist ein ganz normaler Wanderstock, welcher auch faltbar ist. So hat man ein hochwertiges Stativ, sowie hochwertige Wanderstöcke.

Einziger Kritikpunkt:
Die beiden Wanderstöcke können in der Länge nicht mehr verändert werden, sobald man diese am Stativ eingeschraubt hat. Dort wo die Höhe verändert werden kann wenn man sie als Wanderstöcke verwendet, wird der ganze Griff entfernt und somit lässt sich die Länge der Beine nicht mehr verändern. Ich fotografiere oft sehr nahe am Boden und bin somit auf höchste Flexibilität angewiesen. Da sich jedoch der Winkel der einzelnen Beine am Stativ selber justieren lässt, konnte ich trotzdem die exakte Position der Kamera einstellen. Es braucht einfach etwas mehr Zeit. Dies ist jedoch auch wirklich der einzige kleine Kritikpunkt. Ansonsten hat ist die Qualität unglaublich und sowohl als Stativ, als auch als Wanderstöcke erfüllen sie zu 100% ihre Aufgabe.

Diese praktische Lösung wird mich definitiv in Zukunft noch auf viele Wanderungen begleiten. Und wenn ich das Stativ und die Stöcke zurückgeben muss, werde ich mir wohl genau so ein Set kaufen. Ich spare Gewicht und die Qualität hat mich extrem überzeugt.

Dieses Video gibt einen kurzen Eindruck, wie die Wanderstöcke in der Praxis sind und wie das Stativ mit den Wanderstöcken aussieht.

Als kleine Anmerkung. Ich verwende eine Nikon Z6 mit einem 150mm Filterhalter-System und dem 4 Segment Novoflex Stativ. Das Pro75 Stativ würde theoretisch auch funktionieren, jedoch ist hier der Kopf und das einzelne Bein so schwer, dass sich dieses eher weniger für grosse Wanderungen eignet.

Novoflex Falcon Tele-Doppelschwenker

Novoflex hat ein neues Produkt veröffentlicht. Der Doppel-Gimbal ist ein idealer Begleiter für ambitionierte Tierfotografen. Ich durfte diesen Doppelschwenker für einige Wochen testen und erkläre hier, für wen dieses Zubehör der ideale Begleiter ist.

Falcon Doppelschwenker von Novoflex

Erster Eindruck

Der Flacon fühlt sich sehr hochwertig an und bereits beim ersten Betrachten sticht die grossartige Verarbeitung ins Auge. Er lässt sich einfach auf nahezu jedes Stativ befestigen, zu empfehlen ist sicherlich ein stabiles Stativ, da der Falcon (2.4kg) mit zwei Teleobjektiven ein schönes Gewicht auf die Waage bringt. Mein gesamt Gewicht (Falcon, zwei Kameras und zwei Teleobjektiven) betrug ca 7.7kg.

Falcon mit zwei Teleobjektiven (Sony 100-400mm und Nikon 200-500mm)

Anwendung

Um die Handhabung des Falcon’s zu testen ging ich in den Tierpark in Bern. Da war ich nun gespannt wie sich dieser Doppelschwenker in der Praxis anwenden lässt. Nachfolgend seht ihr einige Bilder wie der Falcon im Detail aussieht. Zudem habe ich ein kurzes Video zusammengestellt indem ihr seht, was ich mit der Sony gefilmt habe und gleichzeitig mit der Nikon fotografiert habe.

Für den Test verwende ich eine Nikon D850 mit einem 200-500mm Objektiv und einer Sony a7 III mit einem 100-400mm Objektiv. Hier seht ihr wie ich den Doppelschwenker verwendet habe und wo ich den Anwendungsbereich sehe.

Die Sony war ohne Unterbruch am Filmen. So konnte ich die Sony Kamera ignorieren und ich wusste, dass sie jeweils mein Motiv filmt. Mit der Nikon konnte ich dann in Ruhe meine gewünschten Bilder fotografieren.

Speziell bei der Tierfotografie gibt es oftmals Momente, welche man gerne filmen und fotografieren würde. Hat man zwei Kameras auf zwei Stativen, dann ist die Nachführung sehr schwer und oft verpasst eine Kamera den perfekten Moment. Dieses Problem gibt es mit dem Falcon nicht mehr.

Persönliche Vorteile

  • Der Falcon Doppelschwenker lässt sich sehr einfach bedienen und kann schnell verwendet werden.
  • Er ist zudem sehr stabil und die Nachführung mit zwei grossen und schweren Teleobjektiven funktioniert einfach und einwandfrei. Beide Objektive zeigen jeweils an den gleichen Ort und so kann gleichzeitig gefilmt und ein Bild fotografiert werden. Dies muss vorher justiert werden.
  • Die Verarbeitung ist extrem qualitativ und der Preis wiederspiegelt sich hier definitiv.

Persönliche Nachteile

  • Der Falcon wiegt 2.4kg und das bedeutet viel zusätzliches Gewicht für lange Touren.
  • Der Anwendugsbereich ist limitiert und nur für bestimmte Anwendungen geeignet.

Anwendungsbereiche

Der Anwendungsbereich ist sicherlich limitiert für diese neue Art von Doppelschwenker. Doch wie bereits erwähnt ist sicherlich die Tierfotografie ein sehr guter Anwendungsbereich. Hier kann man faszinierende Momente mit Film und Bild gleichzeitig festhalten.

Zudem habe ich mit einem Kollegen diskutiert und er sieht auch viel Potential in der Astrofotografie. Hier kann ein Stern oder ein Himmelsobjekt mit zwei Teleskope gleichzeitig betrachten.

Fazit

Der Falcon Doppelschwenker ist definitiv eine Innovation und etwas Neuartiges. Der Anwendungsbereich ist sicherlich limitiert, doch für die Fotografen welche sich für die Tier- und Astrofotografie spezialisiert haben ist der Falcon extrem praktisch. Man benötigt nur noch ein Stativ und kann gleichzeitig zwei Objektive/Kameras nachführen. So kann man wundervolle Momente gleichzeitig im Film und im Bild festhalten.

Mein persönlicher Eindruck war, dass der Falcon extrem massiv wirkt und auch sehr massiv ist. Alles kann justiert und eingestellt werden und so adaptiert sicher der Falcon perfekt auf alle Objektive. Da ich hauptsächlich ein Landschaftsfotograf bin und nur wenige Tierfotografie betreibe ist er eher weniger für meine Anwendung optimiert.

Planit! – Mein lieblings Tool für die Planung der Fototouren

Wie plane ich meine Fototouren?

 

 

Android – PlanIt!

IPhone – PlanIt!

 

Wie plane ich meine Trips am Besten? Welches Objektiv muss ich mitnehmen? Wo stehe ich zu welcher Zeit hin um genau mein gewünschtes Bild aufnehmen zu können? Wie viele Bilder will ich erstellen, ein Panorama oder nur ein Singleshot? Auf welcher Höhe befinde ich mich, wie kalt wird es, oder wie steht der Mond, kann ich überhaupt die Milchstrasse fotografieren?

Milchstrasse mit der Sicht vom Gurnigel – April 2018

Genau solche Fragen stelle ich mir, bevor ich mich auf den Weg zu meinem Fotospot mache. Insbesonders bei Milchstrassenbilder benötige ich viel Planungszeit, da es am Ort dunkel sein wird und ich nur ein kurzes Zeitfenster habe um mein gewünschtes Bild erzielen zu können.
Zudem muss ein grosser Blickwinkel eingefangen werden, um die ganze Milchstrasse auf einem Bild zeigen zu können.

Milchstrasse mit der Sicht vom Creux du Van – Juli 2018

 

Juli 2018 – Mondfinsternis als Beispiel

Die Mondfinsternis kommt näher und ich bereite mich aktuell nun auf diese vor. Dazu verwende ich das PlanIt! App. Man darf sich nicht vom ersten Eindruck einschüchtern lassen. Als ich das App zum ersten Mal geöffnet habe hat es mich nahezu überfordert. Doch je länger man damit arbeitet, umso mehr sieht man die grosse Vielfalt und die Präzision welche sich im App verbirgt. 

Meine Fragen welche das App mir beantworten sollen sind folgende:

  • Wo muss ich hinstehen um das Stockhorn als Vordergrund zu haben und die Mondfinsternis genau dahinter? Welche Himmelsrichtung und welcher Winkel?
  • Zu welcher Uhrzeit wird dies passieren?
  • Welche Brennweite muss ich verwenden?
  • Wie lange habe ich dafür Zeit?
  • Welche Belichtungszeiten werden dies ungefähr sein?
  • Spielt die Fokusierung eine Rolle? Was ist die hyperfokale Distanz?

Mit diesen Fragen öffne ich somit das App und beginne mit der Recherche:

  

Wie verwende ich das App?

Ich will auf den Gurnigel gehen, deshalb suche ich mir eine geeignete Position in dieser Region.  Im App kann man beide wichtigen Positionen markieren. Den Kamerastandort und den Szenenstandort. Als ich sah wo der Mond aufgeht bemerkte ich, dass genau in dieser Richtung das Stockhorn sein müsste. 

So wählte ich als Szenenstandort das Stockhorn.

Um noch mehr Details zu erhalten, ob ich das Stockhorn überhaupt sehe oder wie weit entfernt es ist, öffne ich den Sucher(VR).

Dieser virtuelle Sucher zeigt eine 3D Karte von der Landschaft und des Mondes. Übrigens, genau so kann auch die Milchstrasse oder die Sonne angezeigt werden.

Mit der Zeitskala kann nun exakt der gewünschte Zeitpunkt eingestellt werden. Bei meinem gewünschten Bild soll der Mond exakt vom Stockhorn verdeckt sein. Vermutlich werde ich noch 100 andere Bilder machen 😉 Doch wir verwenden nun diesen Zeitpunkt als Referenz.  Das wäre für dieses Beispiel 21.34 Uhr. 

Anhand der 3D Map sehe ich zwar, dass mein Objekt in Sichtweite ist und kein anderer Berg die Sicht verdeckt. Bei weniger prominenten Bergen oder anderen beliebigen Objekten gibt es folgende weitere Möglichkeit.

Man kann den Höhenunterschied detailiert prüfen und schauen, welche Berge oder Hügel im Bild erscheinen und ob diese die Sicht blockieren. Zudem sieht man die Distanz bis zum gewünschten Szenenobjekt. So kann auch analysiert werden, ob bei schlechtem Wetter das Objekt möglicherweise nicht sichtbar ist oder durch Dunst unscharf oder sehr matt wir. Es würde sogar eine Möglichkeit geben, die Wokendecken in die Berechnungen und in die Planung einzubinden, dies habe ich jedoch noch nie verwendet. Dafür benutze ich lokale Wetterdienste wie z.B. meteoSwiss. 

Jetzt habe ich die erste Analyse für die Planung durchgeführt und möchte nun genau wissen, wo dieser Ort ist, damit ich auch wirklich am richtigen Ort stehe. Dafür wähle ich mit dem „Rechteck-Symbol“ unten rechts ein anderes Fenster aus (siehe im Video wie dies gemacht wird) und nun sehe ich die Koordinaten des Kamerastandortes und die Höhe (müM).

Desweiteren kann ich über das gleiche Menüsymbol ebenfalls die Himmelsrichtung anzeigen und den Neigungswinkel. So kann ich vor Ort die Kamera bereits perfekt ausrichten, bevor der Mond direkt hinter dem Stockhorn sein wird.

Nachfolgend seht ihr das Video welche Schritte ich durchgehe und wo welche Einstellung zu finden ist.

 

So sieht die Realität aus

Nun soviel zur Planung. Doch wie sieht es dann wirklich aus? Konnte das Bild wirklich so umgesetzt werden?

Freitag Abend – Gurnigel

Nun, gespannt standen wir an unserem gewünschten Ort und haben auf die Mondfinsternis gewartet. Ich war ziemlich nervös, da am Horizont immer noch Woken zu sehen waren und so konnte nicht genau gesagt werden, ob es wirklich klappt, dass der Mond zu sehen ist. 

Punkt genau um 21.34Uhr tauchte der Mond hinter dem Stockhorn auf.  Es hat lange nicht danach ausgesehen, als wäre das PlanIt App richtige mit der Prognose. Doch zu meiner grossen Freude hat es die Richtung und die Uhrzeit exakt vorausgesagt. 

 

Hier seht ihr noch die Exif Daten zum Bild:

Falls ihr noch weitere Fragen betreffend dem App habt. Schreibt mir ohne zu Zögern, ich bin über Facebook, Instagram oder über mein Kontaktformular auf der Webseite jederzeit erreichbar. 

 

 

 

Nikon D850 – Erfahrungsbericht

Für Foto Video Zumstein erstellte ich einen Erfahrungsbericht über die Nikon D850. Gerne möchte ich diesen auch auf meinem Blog veröffentlichen.

Falls jemand lieber den Bericht bei Foto Video Zumstein lesen will, dann findet ihr den Link hier: 

Foto Video Zumstein – Erfahrungsbericht D850

 

Erfahrungsbericht D850

„Als passionierter Landschaftsfotograf verwendete ich vor der Nikon D850 die D810. Hauptsächlich benutze ich die Kamera für ruhige Landschaften und stehende Sujets. 
Somit sind für mich die Auslösegeschwindigkeit oder die Videoqualität eher weniger wichtig.  Meine Wahl fiel damals auf die Nikon D810, weil ich Wert auf eine hohe Auflösung lege.

Als dann die Nikon D850 vorgestellt wurde, stürzte ich mich, als Technikfreak, sofort auf das Datenblatt um die Neuerungen genau unter die Lupe zu nehmen.

Hier möchte ich eine kleine Auflistung zeigen, was beim neuen Modell verbessert wurde:

  • Beleuchtete Tasten
  • Klappdisplay mit Touchscreen
  • Schnellerer Fokus
  • Integriertes WiFi und Bluetooth
  • 45.7 MP
  • Höherer Dynamikumfang
  • Live View mit neuen, tollen Features (Fokus Peaking & Silent Mode)

Nun, bereits beim zweiten Punkt war für mich klar, dass ich die Nikon D850 unbedingt haben muss. Endlich keine Rückenschmerzen mehr, wenn ich die Kamera tief unten platziere. Nun kann ich einfach das Display rausklappen, was will man hier noch mehr?
Als ich die Kamera zum ersten Mal auf Hochformat gestellt hatte, fiel schnell auf, was noch besser hätte gemacht werden können: Das Klappdisplay lässt sich leider nur in zwei Richtungen drehen. Nichts desto trotz, dies war mein wichtigster Punkt, wieso ich mich für die D850 entschieden habe und ich würde mich immer noch genauso entscheiden.
Die anderen Punkte auf meiner Liste waren jedoch ebenfalls extrem vielversprechend und so bestellte ich mit grosser Vorfreude die neue D850.

Die ersten Schritte mit der neuen Nikon D850

Die Nikon D850 begleitet mich nun bereits seit einigen Monaten und ich möchte nun anhand von einigen Bildern meine Erfahrungen aufzeigen.

Was man mit 45.7 MP alles anstellen kann

Auf der ersten Wanderung mit der neuen Kamera stellte ich fest, dass die Auflösung einfach unglaublich ist. Man braucht eigentlich fast kein Makroobjektiv mehr. Das Bild der Heuschrecke entstand mit dem Nikkor 70-200mm f2.8. Dank der nahezu unendlichen Anzahl Pixel konnte ich das Bild am Computer einfach auf die von mir gewünschte Grösse zuschneiden und das kleine Tierchen extrem nahe „heranzoomen“. 

Fokus Stacking

Während dieser Wanderung wollte ich ebenfalls das neue Fokus Stacking testen. Leider war dieses Erlebnis weniger erfreulich. Obwohl ich das Gefühlt hatte, den Umgang mit der Technik zu beherrschen, gelang es mir erst nach mehreren Minuten, das Fokus Stacking richtig zu verwenden. Mir fehlte auf dem Display die Erklärung, dass der vorderste Punkt fokussiert werden muss und die Kamera automatisch bis unendlich fokussiert. Ständig hatte ich das Gefühl, ich müsse zwei Fokuspunkte einstellen. Als dies geklärt war, erledigte die Kamera das Fokus Stacking vollautomatisch und, falls dies erwünscht ist, werden die RAW Dateien sogar in einen separaten Ordner abgelegt. Dieses Feature werde ich garantiert nochmals intensiver testen. 

Live View mit Silent Mode und Focus Peaking

Meine grosse Leidenschaft bei der Landschaftsfotografie sind die Langzeitbelichtungen. Es ist für mich sehr spannend, ein Bild zu planen und zu gestalten und erst einige Minuten später zu wissen, wie es als fertige Aufnahme wirkt. Leider gehöre ich nicht zu der Generation, die die Analogfotografie intensiv erlebt hat, aber durch das Warten auf mein fertiges Bild, kann ich mir vorstellen, wie es sich angefühlt hat. 

Für diese Art von Fotografie verwende ich nahezu immer den Live View mit dem Histogramm. Mit der D850 kann ich nun die neuen Features ideal verwenden. Das Fokus Peaking zeigt mir an, welcher Bereich im Bild scharfgestellt ist. Super finde ich den Silent Mode. Mit diesem wird der Auslöser elektronisch betätigt und man hört absolut kein Geräusch mehr. Dies hat den grossen Vorteil, dass während der Aufnahme keine Erschütterungen durch den Auslöser entstehen.

 

Dynamikumfang in der Landschaftfotografie

Im Idealfall ist für eine Landschaftsaufnahme nur ein Bild notwendig. Dies erspart mir die zusätzliche Arbeit und bei langen Reisen entstehen so weniger Bilder, was platz- und ebenfalls zeitsparend ist.

Dieses Bild ist eine einzelne Belichtung und der unglaubliche Dynamikumfang der Nikon D850 ist deutlich zu sehen. Natürlich hatte auch die D810 bereits einen super Dynamikumfang, doch bei der Nachfolgerin habe ich das Gefühl, dass er nochmals verbessert wurde. Vor allem beim Aufhellen der Tiefen gibt es nur sehr wenig Verfärbung und die Details kommen wunderschön zum Vorschein.

Rauschverhalten bei ISO 20 000

Im Death Valley versuchte ich mich zum ersten Mal in der Astrofotografie. Dafür verwendete ich das Nikkor 70-200mm f2.8 Objektiv um den Orionnebel zu fotografieren. Mit einer Brennweite von 200mm durfte die Belichtungszeit nicht länger als 2 Sekunden dauern. Da gab es nur eine Lösung, den ISO Wert auf 20000 zu erhöhen. Bei einem so hohen ISO Wert hatte ich nicht die Erwartung, dass das Bild optimal aussehen würde, deshalb führte ich mehrere Belichtungen durch, um das Rauschen im post-processing entfernen zu können. 

Für das Beispiel hier ist diese Einzelaufnahme jedoch ideal.
Die Datei wurde nur in Lightroom nachbearbeitet. So konnte das Flockenrauschen bereits stark reduziert werden und das Rauschen ist kaum noch ersichtlich. 

 

Fazit

Auch nach einigen Monaten und diversen Tests bin ich total happy mit der Nikon D850. Die Verarbeitung und Handhabung sind, wie auch bei anderen Kameras von Nikon, sehr gut. Der klappbare Touchdisplay reagiert hervorragend auf Berührungen, auch wenn die Kamera dem Wetter ausgesetzt ist, wie zum Beispiel bei starken Regenfällen. Die beleuchteten Tasten können sehr angenehm sein, da ich jedoch die Kamera und die Knöpfe bereits sehr gut kenne, benötige ich die Beleuchtung eher selten.

Der extrem schnelle Fokus der D850 motiviert mich sogar, in der Sport- oder Tierfotografie meine ersten Erfahrungen zu machen. Der Batteriegriff mit dem EN-EL18 Akku erhöht die Auslöserate von 7 auf 9 Bilder pro Sekunde. Dies teste ich, sobald ich im Besitz eines EN-El18 Akkus bin.

Die vielen kleinen Verbesserungen möchte ich nicht mehr missen und würde somit jederzeit wieder von der D810 auf die D850 umsteigen, da die neuen Features das Leben beim Fotografieren deutlich vereinfachen. Integriertes WiFi und Bluetooth ermöglichen es sogar, die Nikon Snapbridge App zu verwenden und Bilder kabellos zu übertragen. Der Ansatz der App ist gut, jedoch noch verbesserungswürdig. Als Benutzer darf man hier noch nicht allzu hohe Ansprüche setzen.
Ich benutze sie eigentlich nur, damit die GPS Daten vom Smartphone in die Exif Daten der RAW Bilder geschrieben werden.
Alles in allem ist die Nikon D850 ein Arbeitstier und für mich der perfekte Begleiter auf meinem fotografischen Weg.“ 

 

Die Nikon D850 findest Du bei Foto-Zumstein im Shop. Einfach hier lang.