Marrakesch – Marokko 2019

Während drei Tagen erkundigen wir eine komplett andere Welt. Marokko, genauer gesagt Marrakesch.

Als wir früh Morgens durch die Stadt schlenderten war alles noch ruhig und der bekannte Platz (El Fna) noch leer. Doch dies sollte sich einige Stunden später komplett ändern.

Der Platz El Fna am Morgen.
El Fna bei Nacht. Überall sind Markstände und Essensstände.

Am ersten Tag besuchten wir die Innenstadt mit den bekannten Suks. Hier ist es definitiv nicht schlecht wenn man eine offline Karte auf dem Smartphone hat, sonst verliert man sehr schnell die Orientierung. Unzählige verwinkelte Strassen und überall hat es Stände mit Kleidern, Gewürzen, Taschen und Fleisch. Die Verkäufer hier sind sehr angenehm und man kann ohne Probleme durch die kleinen Strassen ziehen und sich von den Eindrücken und Gerüchen überwältigen lassen.

An alle die gerne Fotografieren, bitte fotografiert mit Bedacht und es kommt nicht bei allen Verkäufern gut an wenn man eine Kamera auf sie hält. Der Glaube besagt, dass die Kamera einer Person die Seele raubt und wenn man diesen Gedanken im Kopf behält versteht man die Menschen. Ich habe es jeweils so gemacht, dass ich die Leute jeweils kurz gefragt habe, bevor ich die Kamera hervor nahm.

Der Nachmittag und der Abend muss man wirklich auf dem El Fna erlebt haben. Was für eine Show und was für Düfte, Früchte, Essensstände und vieles mehr. Auch bekannt ist der Ort für ihre Affen und ihre Schlangenbeschwörer. Die Affen haben mir sehr leid getan und man hat ihnen im Gesicht angesehen, dass sie unglücklich sind. Aber dass gehört zu ihrer Tradition und es wäre ein zu grosses Thema um hier darüber zu diskutieren. Ich habe mich endtschieden, dass ich somit von den Affen keine Bilder mache und diese Stände auf dem Platz meide.

In der restlichen Zeit in Marrakesch besuchten wir einige der unzähligen Parks und gingen auf eine Quadtour. Beides war sehr schön und ist definitiv zu empfehlen.

Falls jemand mehr über die Quadtour erfahren möchte, ihr dürft mir jederzeit gerne ein Mail senden.

DCIM\100MEDIA\DJI_0483.JPG

Novoflex Falcon Tele-Doppelschwenker

Novoflex hat ein neues Produkt veröffentlicht. Der Doppel-Gimbal ist ein idealer Begleiter für ambitionierte Tierfotografen. Ich durfte diesen Doppelschwenker für einige Wochen testen und erkläre hier, für wen dieses Zubehör der ideale Begleiter ist.

Falcon Doppelschwenker von Novoflex

Erster Eindruck

Der Flacon fühlt sich sehr hochwertig an und bereits beim ersten Betrachten sticht die grossartige Verarbeitung ins Auge. Er lässt sich einfach auf nahezu jedes Stativ befestigen, zu empfehlen ist sicherlich ein stabiles Stativ, da der Falcon (2.4kg) mit zwei Teleobjektiven ein schönes Gewicht auf die Waage bringt. Mein gesamt Gewicht (Falcon, zwei Kameras und zwei Teleobjektiven) betrug ca 7.7kg.

Falcon mit zwei Teleobjektiven (Sony 100-400mm und Nikon 200-500mm)

Anwendung

Um die Handhabung des Falcon’s zu testen ging ich in den Tierpark in Bern. Da war ich nun gespannt wie sich dieser Doppelschwenker in der Praxis anwenden lässt. Nachfolgend seht ihr einige Bilder wie der Falcon im Detail aussieht. Zudem habe ich ein kurzes Video zusammengestellt indem ihr seht, was ich mit der Sony gefilmt habe und gleichzeitig mit der Nikon fotografiert habe.

Für den Test verwende ich eine Nikon D850 mit einem 200-500mm Objektiv und einer Sony a7 III mit einem 100-400mm Objektiv. Hier seht ihr wie ich den Doppelschwenker verwendet habe und wo ich den Anwendungsbereich sehe.

Die Sony war ohne Unterbruch am Filmen. So konnte ich die Sony Kamera ignorieren und ich wusste, dass sie jeweils mein Motiv filmt. Mit der Nikon konnte ich dann in Ruhe meine gewünschten Bilder fotografieren.

Speziell bei der Tierfotografie gibt es oftmals Momente, welche man gerne filmen und fotografieren würde. Hat man zwei Kameras auf zwei Stativen, dann ist die Nachführung sehr schwer und oft verpasst eine Kamera den perfekten Moment. Dieses Problem gibt es mit dem Falcon nicht mehr.

Persönliche Vorteile

  • Der Falcon Doppelschwenker lässt sich sehr einfach bedienen und kann schnell verwendet werden.
  • Er ist zudem sehr stabil und die Nachführung mit zwei grossen und schweren Teleobjektiven funktioniert einfach und einwandfrei. Beide Objektive zeigen jeweils an den gleichen Ort und so kann gleichzeitig gefilmt und ein Bild fotografiert werden. Dies muss vorher justiert werden.
  • Die Verarbeitung ist extrem qualitativ und der Preis wiederspiegelt sich hier definitiv.

Persönliche Nachteile

  • Der Falcon wiegt 2.4kg und das bedeutet viel zusätzliches Gewicht für lange Touren.
  • Der Anwendugsbereich ist limitiert und nur für bestimmte Anwendungen geeignet.

Anwendungsbereiche

Der Anwendungsbereich ist sicherlich limitiert für diese neue Art von Doppelschwenker. Doch wie bereits erwähnt ist sicherlich die Tierfotografie ein sehr guter Anwendungsbereich. Hier kann man faszinierende Momente mit Film und Bild gleichzeitig festhalten.

Zudem habe ich mit einem Kollegen diskutiert und er sieht auch viel Potential in der Astrofotografie. Hier kann ein Stern oder ein Himmelsobjekt mit zwei Teleskope gleichzeitig betrachten.

Fazit

Der Falcon Doppelschwenker ist definitiv eine Innovation und etwas Neuartiges. Der Anwendungsbereich ist sicherlich limitiert, doch für die Fotografen welche sich für die Tier- und Astrofotografie spezialisiert haben ist der Falcon extrem praktisch. Man benötigt nur noch ein Stativ und kann gleichzeitig zwei Objektive/Kameras nachführen. So kann man wundervolle Momente gleichzeitig im Film und im Bild festhalten.

Mein persönlicher Eindruck war, dass der Falcon extrem massiv wirkt und auch sehr massiv ist. Alles kann justiert und eingestellt werden und so adaptiert sicher der Falcon perfekt auf alle Objektive. Da ich hauptsächlich ein Landschaftsfotograf bin und nur wenige Tierfotografie betreibe ist er eher weniger für meine Anwendung optimiert.

Teil 5: Dovre Nationalpark – Kannensteinen

Auf der Karte unter folgendem Link könnt ihr unsere gesamte Route ansehen:
Karte


Nachdem wir im Dovre Nationalpark die Moschusochsen bewunderten geht es nun weiter auf unserer Reise. Der Plan wäre gewesen in den Rondane Nationalpark zu gehen, doch aus zeitlichen Gründen entschieden wir uns weiter zu gehen und diesen Nationalpark für unsere nächste Reise zu sparen.

Der super Berg

Vom Jotunheimen Nationalpark sah ich ein Bild von einem sehr speziellen Berg. Leider kenne ich den Namen des Berges bis heute nicht, jedoch war der Umweg in dieses Tal extrem lohnenswert. Die Spitzen der Berge war frisch verschneit und wir konnten bei schönem Wetter uns auf die Suche nach dem „super Berg“ machen.

Nach einer kurzen Wanderung von ca einer Stunde waren wir an unserem gewünschten Ort und hatten eine tolle Aussicht auf die Berge. Wir beklagten uns über die Sonne, welche direkt hinter dem Berg stand und so eine Einzelbildaufnahme nahezu unmöglich machte. Plötzlich bemerkte Jacqueline wie eine Unwetter Front direkt auf uns zu kam. Es blieben uns knapp fünf Minuten und dann standen wir in einem Schnee-/Regenschauer. Wir mussten beide etwas schmunzeln, schliesslich haben wir das bekommen was wir wollten, die Sonne war nicht mehr da. 

Dieser Moment hat uns einmal mehr gezeigt wie schnell sich das Wetter in den Bergen verändern kann. Von nahezu wolkenlosem Himmel mit „zu viel“ Sonnenschein bis zu einem Schneesturm kann es nur fünf Minuten dauern.

Geirangerfjord

Nach dem Ausflug in das Gebirge geht es nun weiter zum bekannten Geirangerfjord. Die Reise führt uns über Pässe und enge Strassen und unser schweizer Herz schlug höher, als wir diese kurvige Strecke fahren durften. 
Die Nordlichtprognose sagte extrem starke Nordlichter voraus, doch mir war bewusst, dass wir uns bereits weit im Süden befinden. Zudem war leider die Wettervorhersage sehr schlecht und sie meldeten eine Bewölkung von 100%.

Als wir unseren Übernachtungsplatz am Geirangerfjord in der ersten Reihe einrichteten war das Wetter durchzogen, jedoch war es angenehm warm im Vergleich zum Jotunheimer-Nationalpark und zum Dovrefjell Nationalpark. 

Nachdem das Kreuzfahrtschiff den Hafen verlassen hat und langsam Ruhe im Ort einkehrte gingen auch wir langsam in unsere warmen Schlafsäcke. 

Irgendwie konnte ich jedoch noch nicht schlafen und der Gedanke möglicherweise trotzdem noch Nordlichter sehen zu können, hielt mich weiterhin wach.
So ging es wieder hinaus und ich schaute gespannt in den Himmel. Er war immer noch wolkenbedeckt, jedoch gab es einige Löcher und dort sah man die Nordlichter durchleuchten. Als die Kamera das erste Bild gemacht hat, strahlte mein ganzes Gesicht. Die Nordlichter waren nicht extrem detailliert, jedoch gab es eine mystische Stimmung vom Geirangerfjord.

Nach einer kurzen Nacht ging es weiter auf unserer Reise. Diese führte uns wieder an die Küste. Genauer gesagt zum Kannensteinen. Diese Steinformation is weltweit einmalig. Die Reise zum Kannensteinen war ein ziemlicher Umweg und so fuhren wir um di 3 Stunden hin und zurück, nur um ein Bild zu machen. Aber 50% von den Reisenden fanden dies eine gute Idee. 😉

Teil 4: Torghatten – Dovre Nationalpark

Nach Torghatten war unser nächstes Ziel, Lauvnes. Dort lebt Ole Martin und mit ihm zusammen kann man die wunderbaren Seeadler betrachten. Als wir jedoch in Lauvnes ankamen stellten wir fest, das Ole bis Ende September bereits ausgebucht ist. Da haben hätten wir wohl uns frühere darum kümmern müssen. Also, falls jemand zu Ole gehen will um die Seeadler zu fotografieren oder zu sehen, unbedingt früh buchen.

Der Ausflug nach Lauvnes hatte jedoch auch etwas positives. Bei der Hinfahrt sahen wir plötzlich am Strassenrand einen Elch. Die erste Möglichkeit zu Wenden nutzten wir, um unsere Kameras vorzubereiten und nochmals zurück zu fahren. Der Elch stand direkt am Strassenrand und wir konnten ihn aus nächster Nähe betrachten. 

Weiter geht die Reise nach Trondheim. In Trondheim entschieden wir uns, zwei Nächte zu bleiben. So konnten wir unsere Kleidung waschen und uns ausruhen, sowie in Ruhe die Stadt besuchen gehen. Von Trondheim sieht man nahezu immer die gleichen Bilder. Natürlich wollte ich diese bekannte Front ebenfalls anschauen und die Kamera bliebt nicht lange im Rucksack.

Ansonsten war für unser empfinden Trondheim nicht sehr speziell. Ausser das extrem teure Bier. 12 CHF für 0.5L Bier 😉
Im Bus auf der Rückreise zum Camping kamen wir mit einigen local Teenagers ins Gespräch. Lustig, dass die Norweger für Speck und Alkohol mit gratis Busse nach Schweden reisen um dort die gewünschten Artikel zu kaufen. Der Bus bleibt für eine Stunde in Schweden, dann kann man wieder gratis zurückfahren.

Dovre Nationalpark – Furuhaugli

Von Trondheim ging es weiter in Richtung Süden. Der Dovre Nationalpark ist bekannt für die Moschusochsen und diese wollen wir nun besuchen.

Wie vielfältig Norwegen ist haben wir an diesem Tag in vollen Zügen erlebt. Von dem Stadtleben in Trondheim ging es in eine extrem schöne Landschaft. Der Herbst hat bereits Einzug genommen und die Bäume strahlten in schönem Gelb-Gold.
Auch das Klima hat sich verändert. In Trondheim waren es noch um die 20 Grad. Nun sind es knapp 10 Grad und es windet und regnet. Das hat uns jedoch die Laune bei weitem nicht verdorben. 

Beim Furuhaugli Camp haben wir uns für die Moschusochsen Safari angemeldet und genau dort konnten wir auch Übernachten. Das Personal ist sehr freundlich und auch das Campsite hat uns gefallen. Nach einer kalten und stürmischen Nacht geht es nun auf die Safari.

Es ist jedem zu empfehlen, welcher nicht genau weiss wo sich die Tiere aufhalten, das erste Mal eine Safari zu buchen und die Tiere so beobachten zu gehen.

Wir hatten jedenfalls Glück. Aktuell sind die Moschusochsen sehr nahe bei der Strasse und so konnten wir sie mit einem kurzen Marsch von ca 30 Minuten erreichen. Im Sommer kann es jedoch sein, dass man bis zu 30 km weit wandern muss um auch nur ein Tier zu sehen.

Durch das eher kühlere Klima sind die Tiere bereits wieder in tieferen Lagen. Zudem ist aktuell gerade Paarungszeit und das sorgte für besondere Stimmung in den Herden.

Bis jetzt gehört dieser Ausflug zu den Moschusochsen definitiv zu einem der Highlights unserer Reise. Diese imposanten Tiere aus der Nähe und in der freien Wildnis beobachten zu dürfen ist für mich etwas sehr besonderes.

Teil 3: Östersund – Torghatten

Nun zu Östersund gibt es nicht viel zu erzählen. Wir nutzten die Möglichkeit um unseren Vorrat an Essen und Trinken aufzubessern und besuchten die gemütliche Stadt Östersund.

Jacqueline sah, dass es in Åre den grössten Bikepark von Skandinavien gibt. Und da wir die Bikes bis jetzt noch nicht benutzen konnten beschlossen wir einen Abstecher dorthin zu machen. Der Camping in Åre war etwas sehr speziell und niemand war vor Ort. Aber das hat uns nicht davon abgehalten.

Für Bike-Fans ist dies ein Mekka und ein Muss. Mit dem Sessellift oder mit der Luftseilbahn wird man nach oben transportiert. Runter geht es über unzählige verschiedene Pisten, von leicht bis extrem. Naja, wie extrem diese wirklich sind können wir nicht selber beurteilen, die haben wir gekonnt ignoriert. Dieser Tag hat uns extrem Spass gemacht und wir wissen nun auch, wieso alle mit Handschuhen auf der Strecke unterwegs waren.

Wieder eine Nacht an einem wunderschönen See

Nach Åre ging es weiter in Richtung Norden. In der Nähe von Lidsjöberg fanden wir an einem See den wohl schönsten Ort zum Übernachten. Direkt am See konnten wir unseren „Freddy“ parkieren und dort in der Ruhe unsere Nacht verbringen. Zum Glück hat Jacqueline erst am nächsten Tag die Infos zu dieser Region gelesen, denn diese Region hat eines der grössten Braunbären vorkommen weltweit. Doch trotz der Vielzahl an Braunbären, bekamen wir keinen zu Sehen.

Hällingsafallet

Der Hällingsafallet ist ein Wasserfall, welcher seitlich in eine tiefe Schlucht fällt. Die Strasse bis dorthin war holprig und löchrig, doch der Anblick dieses Naturphänomen war extrem faszinierend. Bei optimalen Bedingungen können zwei Regenbogen gleichzeitig gesehen werden.

Die letzte Nacht in Norwegen verbrachten wir in Gäddede. Diese kleine Ortschaft ist in Mitten von Nichts, doch sie besitzt ein Lebensmittelgeschäft, Tankstelle und sogar einen Campingplatz.

Die Reise nach Norwegen

Unsere Schweden-Reise ist nun beendet und wir begeben uns in Richtung Norwegen. Das nächste Ziel und der erste Ort in Norwegen ist die Halbinsel Torghatten.

Nervös schaute ich an diesem Abend die ganze Zeit auf das Handy. Die Nordlicht Prognose sah vielversprechend aus und der Himmel war sternenklar. Jede halbe Stunde ging ich kurz ins Freie um die Lage zu checken.
Gegen 22.30 Uhr war es so weit und ich holte Jacqueline, damit wir gemeinsam das faszinierende Naturspektakel betrachten konnten. Für Jacqueline war es das erste Mal, dass sie Nordlichter sah.

Nach der kurzen Nacht ging es auf einen Spaziergang hinauf zum Torghatten. Dieser Berg ist einmalig, da es mitten im Berg ein Loch gibt.

Teil 2: Göteborg – Östersund

Göteborg – Östersund

Wir sind nun die ersten Tage in Schweden unterwegs und sahen bereits viele tolle Gebiete und Landschaften.

Auf der Karte unter folgendem Link könnt ihr unsere gesamte Route ansehen:
Karte

Nachdem wir mit der Fähre am Morgen in Göteborg angekommen sind, fuhren wir einen kurzen Abstecher an die Küste um dort noch einmal das Meer zu sehen, bevor die Reise ins Landesinnere von Schweden weitergeht.

Die Idee war, dass wir in Karlstad die erste Nacht verbringen. Doch es war noch früh und wir suchten uns einen abgelegenen Ort um die erste Nacht in der Natur zu verbringen. Diese fanden wir glücklicherweise auch, und was für einer. Den VW Bus konnten wir genau auf einer Halbinsel platzieren.

Übernachtung im Freien, zwischen Karlstad und Orsa

Übernachtung in Orsa

Sonnenuntergang auf dem Campingplatz in Orsa

Bärenpark – Orsa

Wer noch nie Eisbären gesehen hat muss nicht zwingend zum Nordpol reisen, sondern kann sich den Bärenpark in Orsa mal ansehen. Die Tiere haben viel Freiraum und es sieht aus wie in der Natur, nur dass irgendwo noch ein par Zäune sind. Zoo’s unterstützt Jacqueline nicht, diesen Park können wir aber jedem empfehlen der gerne Raubtiere live sehen möchte. Da viele Tiere Stubenhocker und Schlafmützen sind konnten wir nicht alle begutachten, der Ausflug hat sich dennoch gelohnt.

Hamra Nationalpark

Inmitten der Industriewälder ist der Hamra Nationalpark noch ein kleiner unberührter Fleck mit uralten Fichten welche bis zu 350 Jahre alt sind. Einen Spaziergang durch den Nationalpark ist eine schöne Abwechslung und man sieht, wie die Urwälder Europas früher aussahen.

Njupeskär Wasserfall

Mit 125 Metern Höhe ist der Njupeskär der höchste Wasserfall Schwedens. Er liegt im Fulufjället Nationalpark, welcher ganz im Westen des Landes liegt. Für mich ein absoluter Topspot und auch die Wanderung bis zum Wasserfall hat mich extrem begeistert. Wir benötigten für die Wanderung und das Fotografieren nahezu 4 Stunden, also nicht zu wenig Zeit für dieses Highlight einplanen. 

Njupeskär

Die Reise zum Töfsingdalens Nationalpark

Nach der schönen Wanderung zum Njupeskär hatten wir das Verlangen, die nächste Nacht wieder in der Natur zu verbringen. So entschieden wir uns, auf einen Campingplatz zu verzichten und einen schönen Ort in der Natur zu suchen. Nach kurzer Suche fanden wir einen wunderschönen Ort an einem See.

Dank der Standheizung von unserem VW Bus mussten wir am Morgen nicht extrem frieren und konnten in ein vorgeheiztes Wohnzimmer gehen. 😉

Töfsingdalens Nationalpark

Nach einer ruhigen Nacht im Nirgendwo ging es weiter zum Töfsingdalens Nationalpark. Eigentlich war hier die Idee die Bikes hervor zunehmen und mit dem Bike den Nationalpark zu besichtigen.

Das Gebiet ist jedoch steinig und nicht ideal um zu Biken. So beschlossen wir eine kurze Wanderung auf den Jakobshöjden zu machen. Die Wanderung ist von Grovelsjön kurz und wir benötigten mit einigen Umwegen, später dazu mehr, ungefähr 2 Stunden. 

Die Landschaft hier ist definitiv eine Abwechslung zu den unzähligen Seen und Wäldern welche wir bisher gesehen haben. Die Region ist oberhalb der Baumgrenze und so hat man eine schöne Aussicht in die Ferne.

Rentiere

Als wir auf dem Rückweg zu unserem „Freddy“ (unserem VW Bus sind) sehen wir plötzlich ein Rentier in der Ferne. Als wir unsere Teleobjektive gezückt habe und uns langsam und vorsichtig näherten sahen wir, dass es eine ganze Herde war.

Rentiere im Töfsingdalens Nationalpark
Rentiere im Töfsingdalens Nationalpark

Somit ist auch der Umweg und die kurze Verzögerung erklärt 😉

Den Rest des Tages verbrachten wir mit autofahren um bis Östersund zu gelangen.

Teil 1: Bern – Göteborg

Reise nach Kiel

Jetzt heisst es gut überlegen und nichts vergessen. Bei mir steht natürlich zu oberst, dass nichts vom Kameraequipment vergessen geht. Alle Taschen sind im Bus verstaut und nun geht die erste Etappe von Bern nach Kiel los. Insgesamt sind dies ca 1005km. Wir starten heute Samstag, kurz vor dem Mittag und die Fähre in Kiel geht Morgen um 17.45 Uhr, welche uns dann nach Göteborg bringt.



An dieser Stelle möchte ich mich bei der Garage Gautschi in Langenthal bedanken. Dort konnten wir einen top modernen T6er VW Bus inkl Fahrradträger mieten, und das erst noch zu einem sehr fairen Preis. Zudem war der Support sehr angenehm und freundlich.




Tag 1: Bern – Hannover

Am ersten Tag ging die Reise bis südlich von Hannover. Dort fanden wir ein angenehmes Plätzchen wo wir unsere erste Nacht verbrachten.

Tag 2: Hannover – Kiel

Auch der zweite Tag besteht hauptsächlich aus autofahren. Es ist spannend die Grösse von Deutschland mit dem Auto zu erkundigen und zu sehen wie klein doch im Vergleich ist. Nun, aktuell sitzen wir gerade in der Fähre von Kiel nach Göteborg und gönnen uns ein kühles Bier / ein Glas Rotwein. 😉



Morgen beginnen die Ferien dann definitiv in Schweden. Wir freuen uns 😊


Planit! – Mein lieblings Tool für die Planung der Fototouren

Wie plane ich meine Fototouren?

 

 

Android – PlanIt!

IPhone – PlanIt!

 

Wie plane ich meine Trips am Besten? Welches Objektiv muss ich mitnehmen? Wo stehe ich zu welcher Zeit hin um genau mein gewünschtes Bild aufnehmen zu können? Wie viele Bilder will ich erstellen, ein Panorama oder nur ein Singleshot? Auf welcher Höhe befinde ich mich, wie kalt wird es, oder wie steht der Mond, kann ich überhaupt die Milchstrasse fotografieren?

Milchstrasse mit der Sicht vom Gurnigel – April 2018

Genau solche Fragen stelle ich mir, bevor ich mich auf den Weg zu meinem Fotospot mache. Insbesonders bei Milchstrassenbilder benötige ich viel Planungszeit, da es am Ort dunkel sein wird und ich nur ein kurzes Zeitfenster habe um mein gewünschtes Bild erzielen zu können.
Zudem muss ein grosser Blickwinkel eingefangen werden, um die ganze Milchstrasse auf einem Bild zeigen zu können.

Milchstrasse mit der Sicht vom Creux du Van – Juli 2018

 

Juli 2018 – Mondfinsternis als Beispiel

Die Mondfinsternis kommt näher und ich bereite mich aktuell nun auf diese vor. Dazu verwende ich das PlanIt! App. Man darf sich nicht vom ersten Eindruck einschüchtern lassen. Als ich das App zum ersten Mal geöffnet habe hat es mich nahezu überfordert. Doch je länger man damit arbeitet, umso mehr sieht man die grosse Vielfalt und die Präzision welche sich im App verbirgt. 

Meine Fragen welche das App mir beantworten sollen sind folgende:

  • Wo muss ich hinstehen um das Stockhorn als Vordergrund zu haben und die Mondfinsternis genau dahinter? Welche Himmelsrichtung und welcher Winkel?
  • Zu welcher Uhrzeit wird dies passieren?
  • Welche Brennweite muss ich verwenden?
  • Wie lange habe ich dafür Zeit?
  • Welche Belichtungszeiten werden dies ungefähr sein?
  • Spielt die Fokusierung eine Rolle? Was ist die hyperfokale Distanz?

Mit diesen Fragen öffne ich somit das App und beginne mit der Recherche:

  

Wie verwende ich das App?

Ich will auf den Gurnigel gehen, deshalb suche ich mir eine geeignete Position in dieser Region.  Im App kann man beide wichtigen Positionen markieren. Den Kamerastandort und den Szenenstandort. Als ich sah wo der Mond aufgeht bemerkte ich, dass genau in dieser Richtung das Stockhorn sein müsste. 

So wählte ich als Szenenstandort das Stockhorn.

Um noch mehr Details zu erhalten, ob ich das Stockhorn überhaupt sehe oder wie weit entfernt es ist, öffne ich den Sucher(VR).

Dieser virtuelle Sucher zeigt eine 3D Karte von der Landschaft und des Mondes. Übrigens, genau so kann auch die Milchstrasse oder die Sonne angezeigt werden.

Mit der Zeitskala kann nun exakt der gewünschte Zeitpunkt eingestellt werden. Bei meinem gewünschten Bild soll der Mond exakt vom Stockhorn verdeckt sein. Vermutlich werde ich noch 100 andere Bilder machen 😉 Doch wir verwenden nun diesen Zeitpunkt als Referenz.  Das wäre für dieses Beispiel 21.34 Uhr. 

Anhand der 3D Map sehe ich zwar, dass mein Objekt in Sichtweite ist und kein anderer Berg die Sicht verdeckt. Bei weniger prominenten Bergen oder anderen beliebigen Objekten gibt es folgende weitere Möglichkeit.

Man kann den Höhenunterschied detailiert prüfen und schauen, welche Berge oder Hügel im Bild erscheinen und ob diese die Sicht blockieren. Zudem sieht man die Distanz bis zum gewünschten Szenenobjekt. So kann auch analysiert werden, ob bei schlechtem Wetter das Objekt möglicherweise nicht sichtbar ist oder durch Dunst unscharf oder sehr matt wir. Es würde sogar eine Möglichkeit geben, die Wokendecken in die Berechnungen und in die Planung einzubinden, dies habe ich jedoch noch nie verwendet. Dafür benutze ich lokale Wetterdienste wie z.B. meteoSwiss. 

Jetzt habe ich die erste Analyse für die Planung durchgeführt und möchte nun genau wissen, wo dieser Ort ist, damit ich auch wirklich am richtigen Ort stehe. Dafür wähle ich mit dem „Rechteck-Symbol“ unten rechts ein anderes Fenster aus (siehe im Video wie dies gemacht wird) und nun sehe ich die Koordinaten des Kamerastandortes und die Höhe (müM).

Desweiteren kann ich über das gleiche Menüsymbol ebenfalls die Himmelsrichtung anzeigen und den Neigungswinkel. So kann ich vor Ort die Kamera bereits perfekt ausrichten, bevor der Mond direkt hinter dem Stockhorn sein wird.

Nachfolgend seht ihr das Video welche Schritte ich durchgehe und wo welche Einstellung zu finden ist.

 

So sieht die Realität aus

Nun soviel zur Planung. Doch wie sieht es dann wirklich aus? Konnte das Bild wirklich so umgesetzt werden?

Freitag Abend – Gurnigel

Nun, gespannt standen wir an unserem gewünschten Ort und haben auf die Mondfinsternis gewartet. Ich war ziemlich nervös, da am Horizont immer noch Woken zu sehen waren und so konnte nicht genau gesagt werden, ob es wirklich klappt, dass der Mond zu sehen ist. 

Punkt genau um 21.34Uhr tauchte der Mond hinter dem Stockhorn auf.  Es hat lange nicht danach ausgesehen, als wäre das PlanIt App richtige mit der Prognose. Doch zu meiner grossen Freude hat es die Richtung und die Uhrzeit exakt vorausgesagt. 

 

Hier seht ihr noch die Exif Daten zum Bild:

Falls ihr noch weitere Fragen betreffend dem App habt. Schreibt mir ohne zu Zögern, ich bin über Facebook, Instagram oder über mein Kontaktformular auf der Webseite jederzeit erreichbar. 

 

 

 

Wanderung – Morgenberghorn

Zusammen mit Jacqueline ging es auf unserer letzten Wanderung auf das Morgenberghorn. Geplant ist eine zweitägige Wanderung mit dem Start und Ziel in Aeschiried.

Tag 1: Aeschiried – Morgenberghorn

Am ersten Tag wanderten wir von Aeschiried über den Grat in Richtung Brunnihütte und von dort aus weiter auf das Morgenberghorn. Dieser erste Teil bis zur Brunnihütte hatte bereits einige härtere Anstiege und bereits hier machte sich unser Gepäck mit Schlafsack, Zelt, Stativ und kompletter Fotoausrüstung bemerktbar. Doch ans Aufgeben war definitiv nicht zu denken. Immer das Morgenberghorn vor Augen und das perfekte Wetter um uns herum motivierte uns immer weiter zu gehen.

 

Als wir bei der Brunnihütte angekommen sind sahen wir nun die schwierigste Passage bis zum Gipfel vor uns. Diese will ich euch nicht vorenthalten und deshalb haben wir ein kurzes Video dazu gemacht. 😉

Nach dieser Passage wurde es etwas einfacher, doch steil blieb es bis zum Gipfel. Endlich auf dem Gipfel angekommen sahen wir leider absolut nichts von der schönen Aussicht, da genau um das Morgenberghorn herum eine dicke Wolkendecke uns die Sicht versperrte. Zudem waren bereits andere Wanderer auf dem Gipfel, welche ebenfalls beschlossen haben auf dem Gipfel zu übernachten. Das brachte uns zum Entschluss, dass wir trotz müden Beinen, noch den Abstieg in Richtung Rengglipass auf uns nahmen.

Einige hundert Meter unterhalb des Gipfels fanden wir schlussendlich eine fast perfekte Stelle um zu Übernachten. So konnten wir knapp unterhalb der Wolkendecke den Sonnenuntergang geniessen und uns das feine Abendessen zubereiten.

Tag 2: Morgenberghorn – Aeschiried

 

Am zweiten Tag ging es früh Morgens zum Rengglipass und dann weiter durch das schöne Suldtal vorbei an den Pochtenfällen.

Falls jemand eine verkürzte Wanderung machen möchte kann ich euch den Pochtenfall sehr empfehlen. Jedoch noch fast schöner als der grosse und bekannte Pochtenfall finde ich, sind die kleinen Wasserfälle oberhalb des Pochtenfalls.

 

Nach über 30km sind wir am Schluss müde und extrem glücklich in Aeschiried angekommen und zur Feier des Tages belohnten wir uns mit einem grossen Cordon Bleu in der Chemihütte.

 

 

 

Total distance: 30112 m
Max elevation: 2212 m
Min elevation: 1016 m
Total climbing: 1788 m